Geburtstrauma nach Kaiserschnitt oder anderen schwierigen Geburtssituationen

Geburtstrauma - die Nachwirkungen einer schwierigen Geburt

Viele Frauen erleben schwierige Geburtssituationen wie z.B. einen sekundären (ungeplanten) Kaiserschnitt als sehr belastend, wo einfühlsame psychologische Begleitung helfen kann.
 

Ein paar Fakten zum Thema Kaiserschnitt:

Die Kaiserschnitt-Rate nimmt weltweit zu, so wurden in Westeuropa 2016 bereits rund 25% aller Kinder mittels Kaierschnitt geboren, in Nordamerika liegt die Rate bei 32%, in Südamerika sogar bei 41%.

Österreich liegt hierbei im Mittelfeld, so erfolgt jede 3. Geburt mittels Kaiserschnitt. Laut dem Wiener Programm für Frauengesundheit (https://www.wien.gv.at/gesundheit/beratung-vorsorge/frauen/frauengesundheit/schwerpunkte/lebensphasen/schwangerschaft/kaiserschnitt.html) hat sich die Kaiserschnitt-Rate in Österreich seit 1998 fast verdoppelt, in Wien liegt sie mittlerweile bei 31,3% (http://www.statistik.at/web_de/statistiken/index.html, Stand Juli 2018)

 

Laut Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden Kaiserschnitt-Entbindungen zu oft ohne wirkliche Notwendigkeit vorgenommen, wodurch Frauen und Babys dem Risiko von Gesundheitsschäden ausgesetzt werden, ohne dass dies medizinisch ausreichend gerechtfertig wäre.

Zwei Studien mit WHO-Beteiligung zeigen, dass bis zu einer Kaiserschnitt-Rate von 10% tatsächlich eine Verbesserung der Allgemeingesundheit von Müttern und Kindern vorliege und die Sterberate zurückginge, darüber hinaus sei allerdings keine signifikante Verbesserung festzustellen.

Auswirkungen eines Kaiserschnittes

Neben den kurzfristigen Folgen die ein Kaiserschnitt aufgrund der Tatsache mit sich bringt, dass es sich um eine Bauchoperation handelt (Wundschmerzen, Schwierigkeiten beim Stuhlgang, Schmerzen beim Gehen, …) birgt ein Kaiserschnitt auch Langzeitfolgen für Mutter und Kind die wenig bis gar nicht thematisiert werden.

So besteht bei weiteren Schwangerschaften ein erhöhtes Risiko für eine Uterusruptur, was oftmals bedeutet, dass bei einer weiteren Geburt nach Kaiserschnitt keine Periduralanästhesie durchgeführt wird und auch keine geburtseinleitenden Medikamente verabreicht werden.

Auch das Risiko für Plazentaeinnistungsschwierigkeiten bei Folgeschwangerschaften ist erhöht.

Bei per Kaiserschnitt entbundenen Babys treten Erkrankungen des Verdauungssystems, des Atmungs- und Herz-Kreislauf-Systems, des zentralen Nervensystems, sowie Blutungen und Myopathien häufiger auf, als bei vaginal entbunden Babys.

Außerdem gibt es Hinweise darauf, dass der Kaiserschnitt Einfluss auf das kindliche Immunsystem hat, da die Kinder nicht mit den vaginalen Bakterien in Kontakt kommen, die zur Entwicklung des Immunsystems beitragen.

Andere schwierige Geburtssituationen

Doch nicht nur ein ungeplanter Kaiserschnitt kann als belastend empfunden werden, auch jede andere schwierige Geburtssituation kann eine große Belastung sein.

Manchmal stellt sich erst nach einiger Zeit heraus, dass die Frauen oder Paare durch das Geburtserlebnis belastet sind, wobei die Symptome nicht immer klar sein müssen.

Oft sind Frauen nach schwierigen Geburten enttäuscht über das Geburtserlebnis und werden von einem Gefühl des Versagens geplagt.
Psychologische Begleitung und Unterstützung kann hier sehr heilsam sein.

Sie hatten ein belastendes Geburtserlebnis und benötigen Beratung und Unterstützung?

Vereinbaren Sie unter 0680/3316927 einen Termin für ein Erstgespräch.



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© 2018 by Katrin Weber.
Psychologie & Gesang, Niederösterreich

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